Sie haben ein Grundstück geerbt und wollen dieses verkaufen? Nun denken Sie darüber nach, den gesamten Verkaufsvorgang selbst über die Bühne zu bringen?

Dann sollten Sie auf jeden Fall beachten, dass beim Grundstücksverkauf hohe Kosten entstehen können. Diese summieren sich in Ihrer Gesamtheit zu einem beträchtlichen Betrag. Diese Aufwendungen reichen von steuerlichen Verpflichtungen, über die entgeltliche Schaltungen von Inseraten, bis hin zu Honoraren von Rechtsbeiständen.

Kosten beim Grundstücksverkauf # 1 – Immobilienertragssteuer (ImmoEst)

Beim Verkauf einer Liegenschaft ist grundsätzlich die Immobilienertragssteuer (ImmoEst) an den Staat abzuführen. Zumindest dann, wenn keine besonderen Befreiungstatbestände vorliegen, die Sie von der Bezahlung der ImmoESt entbinden. Die Höhe der Immobilienertragssteuer ist davon abhängig, ob Ihr Grundstück als Altfall oder als Neufall klassifiziert wird. Entscheidend hierbei ist das Datum, an welchem das zu verkaufende Grundstück zuletzt käuflich erworben wurde.

Als Stichtag dabei gilt der 31.03.2002. Grundstücke, welche vor dem 31.03.2002 erworben wurden, gelten als “Altfälle”. Hier wird der Verkaufspreis mit einem effektiven Steuersatz von 4,2 % belegt. Grundstücke hingegen, die nach dem 31.03.2002 erworben wurden, gelten als “Neufälle”. Bei jenen fallen Steuern in der Höhe von 30% des Veräußerungsgewinnes an. Als Veräußerungsgewinn gilt die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Verkaufspreis.

Kosten beim Grundstücksverkauf # 2 – Grunderwerbssteuer (GrESt)

Zudem ist bei einem Grundstücksverkauf auch die Grunderwerbssteuer (GrESt) zu bezahlen. Diese beträgt im Normalfall 3,5% des Kaufpreises.

In Österreich gibt es keine einheitliche Regelung dafür, wer die Grunderwerbssteuer zu bezahlen hat. Deshalb bietet es sich an, die Bezahlung ebenjener schon im Kaufanbot zu regeln. Zumeist werden diese Kosten dann vom Käufer getragen.

Kosten beim Grundstücksverkauf # 3 – Rechtsbeistand

Im Zuge eines Grundstücksverkaufes fallen im Normalfall auch diverse Kosten für Rechtsbeistände (zB. Rechtsanwalt und/oder Notar) an. Beispielsweise bei der Erstellung eines Kaufanbotes oder eines Kaufvertrages. Die Kosten für den Kaufvertrag sowie das Kaufanbot hat im Normalfall der Käufer zu tragen.

Prinzipiell können Sie Ihr Grundstück auch ohne ein solches Kaufanbot bzw. mit einem Musteranbot der WKO verkaufen. Allerdings erreichen Sie Rechtssicherheit nur mit einem Kaufanbot, das von einem Experten erstellt wurde. Nur jener kennt die Feinheiten und Details, auf welche man dringend achten sollte.

Unser Experten-Tipp:

Klären Sie schon im Kaufanbot die Rahmenbedingungen und die rechtlichen Grundlagen Ihres Grundstücks-Verkaufes. Dies kann Sie später vor langwierigen juristischen Streitereien bewahren. Denn sollte ein Käufer gegen die im Anbot getroffenen Vereinbarungen verstoßen, dann haben Sie ein rechtlich bindendes Mittel, um gegen ihn vorzugehen. Regeln Sie beispielsweise schon im Kaufanbot, wer die Grunderwerbssteuer zu bezahlen hat oder wer für diverse andere Kosten aufkommt.

Weitere Kosten

Beim Verkauf einer Immobilie oder eines Grundstückes fallen unzählige weitere Aufwendungen an, welche oftmals im Vorfeld nicht bedacht werden. Wenn Sie Ihr Grundstück verkaufen wollen, müssen Sie den Verkauf folglich auch irgendwo inserieren und bewerben. Das kostet Geld. Für die Inserate benötigen Sie zudem vernünftige Fotos. Auch das kostet Geld. Nebenbei müssen Sie noch diverse behördliche Dokumente einholen. Und vieles mehr.

Anbei nur eine kleine Liste an möglichen Aufwendungen, die für Sie entstehen könnten:

  • Bewertungskosten
  • Honorar für Fotograf
  • Kosten für Inserate (zB. in Zeitungen & auf Onlineportalen)
  • Grundbuchauszug
  • Ausstellung behördlicher Dokumente
  • Kopierkosten für Dokumente
  • Versendungen von Unterlagen
  • Kosten für Marketing (zB. Social Media)
  • Kosten für Telefonate

Hinzu können durchaus noch diverse Beratungskosten kommen. Beispielsweise für Rechtsbeistände, Steuerberater, Sachverständige etc.

Unser Tipp: Ein Makler kann Ihnen beim Grundstücksverkauf Kosten sparen

Klingt erstmal eigenartig. Denn der Makler erhält ja auch eine Provision, die normalerweise bei ca. 3% (zzgl. 20% USt.) des Kaufpreises liegt. Aber ein Immobilienmakler kann Ihnen viele zeitaufwendige Arbeiten abnehmen. Denken Sie nur an die unzähligen Telefonate, E-Mails oder Besichtigungstermine, welche im Zuge eines Grundstücksverkaufes anfallen! Dies kann alles fachmännisch, inklusive der notwendigen Dokumentation, ein Makler für Sie erledigen.

Zudem übernimmt ein Immobilienmakler auch diverse anfallende Kosten. So können beispielsweise für die Schaltung von Inseraten auf einschlägigen Plattformen oder Zeitungen schnell Hunderte Euro anfallen. Außerdem kostet die Ausstellung von behördlichen Dokumenten nicht nur Zeit, sondern auch einiges an Geld. Im Rahmen seiner Tätigkeit erstellt der Makler zudem ein für den Käufer rechtlich bindendes Kaufanbot für Sie. Somit können Sie die Kosten für einen Notar oder Rechtsanwalt für doe Erstellung des Kaufanbots einsparen.

Zu guter Letzt verhilft Ihnen ein Makler aufgrund seiner Erfahrung und seines Wissens über die regionalen Märkte auch zu einem marktgerechten Preis für Ihre Immobilie. Sie sehen also: Ein Makler sorgt für eine merkbare Kosten- und Zeit-Ersparnis.

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Grundstücksverkauf finden Sie in folgendem Blogbeitrag:

Neben unserer Tätigkeit als renommierter Immobilienmakler in Tirol sind wir auch als Bauträger aktiv. Wenn Sie Interesse haben sollten Ihr Grundstück an uns zu veräußern, dann vereinbaren Sie einfach einen Termin mit einem unserer Experten.

Für weitere Fragen können Sie gerne einen kostenlosen Beratungstermin arrangieren. Sie erreichen uns per E-Mail (immobilien@arealita.at), Telefon (+ 43 512 580 242) oder über das Kontaktformular (hier klicken!).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Mag. Bernhard Großruck

© fizkes – stock.adobe.com

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