Sie besitzen eine Eigentumswohnung oder haben diese gerade vererbt bekommen, haben aber keine Verwendung (mehr) dafür. Deshalb wollen Sie diese verkaufen. Aber wie gehen Sie dabei am besten vor? Welche Unterlagen sind einzuholen? Wie praktisch wäre eine Checkliste, um Ihre Wohnung problemlos und schnell zu verkaufen…

So eine Checkliste möchte ich Ihnen in diesem Blog-Beitrag zur Verfügung stellen, damit Sie nichts vergessen.

Wohnung verkaufen: Das sind die ersten Schritte auf der Checkliste

Als erstes müssen Sie die notwendigen Unterlagen einholen. Dazu gehören:

Diese Dokumente erhalten Sie bei den zuständigen Behörden – wie dem Bauamt oder der Gemeinde – aber auch bei Rechtsanwälten, Notaren oder Immobilienmaklern.

Beachten Sie: Bei der Ausstellung der Dokumente können Gebühren anfallen.

Unterschätzte Herausforderung beim Verkauf: Marktgerechten Verkaufspreis festlegen

Es klingt relativ einfach, aber ich kann Ihnen aus Erfahrung als Immobilienmakler in Tirol sagen: Der „richtige“ Preis ist für den Verkauf entscheidend.

Ein zu niedriger Verkaufspreis bedeutet, dass Sie einen Teil Ihrer Eigentumswohnung verschenken – das wollen Sie natürlich vermeiden. Aber auch ein zu hoher Verkaufspreis kann zum Problem werden.

Finden Sie aufgrund eines zu hohen Preisvorschlags keine Interessenten, bleibt Ihre Wohnung lange auf dem Markt. Diese Situation nutzen Immobilienprofis und bieten deren Immobilien billig an. Eine Versteigerungsspirale nach unten beginnt und Sie müssen Ihre Eigentumswohnung unter Wert verkaufen.

Aber wie finden Sie nun den „richtigen“ Preis? Zum einen sollten Sie den aktuellen Immobilienmarkt in Tirol im Auge behalten. Was verlangen andere Wohnungsbesitzer in Ihrer Umgebung? Zum anderen können Sie einen Sachverständigen für Immobilien in Tirol kontaktieren. Dieser führt eine Bewertung Ihrer Wohnung durch und macht den richtigen Preisvorschlag vor.

Checkliste: Diese Eckdaten müssen Sie den Interesseten geben

Als Verkäufer sind Sie dazu verpflichtet potenziellen Käufern neben den oben genannten Dokumenten folgende Informationen zur Verfügung zu stellen:

  • Baujahr
  • Nutzfläche
  • Grundbuchslasten: Hat eine dritte Partei Rechte an der Wohnung, müssen Sie das offenlegen: Vormerkungen, Beschränkungen, Verfügungseinschränkungen, Hypotheken, Grundschulden oder Grundpfandrechte.
  • allfällige Mängel/Schäden: Kennen Sie offensichtliche Mängel und Schäden müssen diese aufgeführt werden.
  • Abhängige Rechtsstreitigkeiten: Gibt es für Ihre Wohnung aktuell einen Gerichtsstreit mit einer dritten Partei, müssen Sie dem Käufer diese Information geben.
  • Besonnung: Befindet sich Ihre Wohnung in einer Schattenlage, müssen Sie das ebenfalls bekanntgeben.
  • etwaige Naturgefahren
  • Erschließungen: Welche Ver- und Entsorgungsleitungen, sowie wegemäßige Erschließungen sind vorhanden und sind diese rechtlich gesichert?

Je mehr Informationen Sie zu Ihrer Eigentumswohnung bereitstellen, umso weniger Zeit verbringen Sie mit dem Beantworten zahlreicher Interessenten-Mails, die nach diesen Daten fragen.

Wohnung verkaufen: Checkliste für den Notar/Rechtsanwalt

Haben Sie einen potenziellen Käufer mit tatsächlicher Kaufabsicht gefunden, sollten Sie einen Notar bzw. Rechtsanwalt für die Erstellung des Kaufanbots – des Vorvertrags – zurate ziehen. Das Kaufanbot muss vom Käufer und Ihnen unterzeichnet werden.

In einem rechtlich bindenden Kaufanbot sind bereits die wichtigsten Vertragspunkte enthalten. So sind Sie im Falle eines Vertragsbruches vor der beidseitigen Unterzeichnung des grundbuchfähigen Kaufvertrags rechtlich abgesichert. Damit haben Sie die Möglichkeit einzelne, vom Käufer unerfüllte Punkte klagweise rechtlich durchzusetzen.

Das beidseitig unterzeichnete Kaufanbot muss fristgerecht an den Rechtsanwalt oder Notar des Käufers geschickt werden. Dieser erstellt darauf basierend den Kaufvertrag. Ebenfalls zu übermitteln sind die Grundbuchsurkunden. Sollten Sie das nicht selbst machen, übernimmt das auch der Rechtsanwalt bzw. Notar des Käufers. Allerdings wird Ihnen das Einholen der Urkunden unter Umständen verrechnet.

Wichtig: Achten Sie unbedingt auf eine rechtzeitige Übermittlung der Unterlagen. Eine zu späte oder unvollständige Abgabe kann verheerende Folgen haben: von der Verzögerung des Verkaufs bis hin zur Absage des Verkaufs. Mehr zu den möglichen Konsequenzen lesen Sie im Blog-Beitrag „Beim Notar/Rechtsanwalt: Ohne diese Dokumente platzt der Hausverkauf“.

Fazit: Falsches Vorgehen hat verheerende Konsequenzen

Im Hochpreis-Bundesland Tirol kann ein falsches Verkaufsvorgehen schwerwiegende finanzielle und/oder rechtliche Konsequenzen haben. Ein falsch gesetzter Verkaufspreis bedeutet einen finanziellen Verlust. Andere, gesetzliche Stolperfallen ergeben sich durch eine laienhafte Prüfung der Rechtsdokumente oder ein fehlendes schriftliches Kaufanbot.

Diese Checkliste soll es Ihnen ermöglichen, Ihre Wohnung seriös – und vor allem – fehlerfreien zu verkaufen.

Um all diese Fehler gänzlich zu umgehen, können Sie für Ihren Verkauf auch einen seriösen Immobilienmakler beauftragen. Dieser übernimmt sämtliche rechtlichen Überprüfungen der Dokumente, erstellt das rechtliche verbindende Kaufanbot und setz einen marktgerechten Preis fest.

Falls Sie noch weitere Fragen zum Wohnungsverkauf habe oder sich in einem unverbindlichen Erstgespräch einen ersten Eindruck von uns als Immobilienmakler machen wollen: Sie können uns jederzeit per E-Mail (immobilien@arealita.at), Telefon (+ 43 512 580 242) oder via Kontaktformular (hier klicken!) kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Mag. Bernhard Großruck

 

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