Sie wollen Ihr Grundstück verkaufen und haben auch schon einen möglichen Käufer gefunden? Nun geht es in den folgenden Schritten darum einen Kaufvertrag von einem Rechtsanwalt oder Notar aufsetzen zu lassen. Zudem muss ein Notar den fälligen Grundbuch-Eintrag vornehmen. Deshalb fragen Sie sich: Wer trägt beispielsweise die Notarkosten?

Anschließend erkläre ich Ihnen, wer die Bezahlung des Notars oder Rechtsanwaltes übernimmt und auf was Sie bei der Vertragserstellung weiters dringend achten sollten, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Weitere hilfreiche Informationen rund um den Grundstücksverkauf finden Sie übrigens unter: Checkliste für Grundstücksverkauf: Damit machen Sie alles richtig!

Wer bezahlt den Notar oder Rechtsanwalt beim Grundstücksverkauf?

Es gibt keine gesetzliche Regelung, welche die Handhabung dieser Angelegenheit bestimmt. Es ist also Vereinbarungssache, wer die Kosten für den Notar oder Rechtsanwalt trägt. Üblicherweise übernimmt allerdings der Käufer die dafür anfallenden Aufwendungen. Es ist jedenfalls wichtig schon im Kaufanbot festzuhalten, wer dafür aufkommt. Dies verhindert mögliche spätere Komplikationen.

Warum bezahlt der Käufer üblicherweise die Kosten für Notar oder Rechtsanwalt?

Der Käufer beauftragt in der Regel die Erstellung des Kaufvertrages, dementsprechend ist er auch für die hierfür anfallenden Kosten verantwortlich. Grundsätzlich trägt der Käufer meist die Mehrheit der Kaufnebenkosten. Darunter fallen unter anderem auch die Grunderwerbssteuer und die Grundbucheintragungsgebühr.

Wie hoch sind die Rechtsanwalts- oder Notarkosten bei einem Grundstücksverkauf?

Die Kosten variieren von Jurist zu Jurist. In der Regel verlangen diese allerdings zwischen 1,2 und 2,5% des Kaufpreises zuzüglich 20% Umsatzsteuer für Ihre Tätigkeit. Hinzu können aber auch noch Barauslagen und etwaige Pauschalen kommen. Manche bieten darüberhinaus auch eine tarifmäßige Abrechnung an.

Experten-Tipp 1: Ein Vermerk im Kaufanbot schützt vor Kostenübernahme

Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie haben sich mit dem Käufer mündlich darauf verständigt, dass jener die Kosten für den Notar oder Rechtsanwalt übernimmt. Später jedoch will dieser davon nichts mehr wissen. Die Aufwendungen hierfür bleiben nun bei Ihnen hängen. Glauben Sie mir: Sie wären nicht der Erste, dem dies so ergeht!

Um eine solche Situation zu vermeiden, empfehle ich Ihnen ein gut ausgeführtes, rechtlich bindendes, schriftliches Kaufanbot von einem Experten erstellen zu lassen. Darin sollte nicht zuletzt festgehalten werden, wer die anfallenden Kosten für den Rechtsbeistand zu tragen hat. Sobald dieses Dokument unterzeichnet ist, ist es rechtswirksam und Sie sind damit abgesichert.

Wenn Sie auf einen solchen Vermerk verzichten, könnte dies später auf Sie zurückfallen und einen langwierigen Rechtsstreit und/oder zusätzliche Kosten verursachen.

Experten-Tipp 2: Vollständige Unterlagen senken die Kosten

Für den Fall, dass Sie als Verkäufer dennoch in die Verlegenheit kommen sollten die Rechtsanwalts- oder Notarkosten selbst tragen zu müssen, empfehle ich Ihnen, die ein oder andere Tätigkeit eigenständig zu übernehmen. Dies kann die Auslagen merkbar senken.

So können Sie beispielsweise das Einholen des Grundbuchauszuges (A-, B-, und C-Blatt) selbst veranlassen und die Unterlagen anschließend vollständig dem Notar aushändigen. Wenn jener diese Aufgabe für Sie übernimmt, dann wird sich das in irgendeiner Pauschale oder Barauslage niederschlagen.

Fazit: Nur ein Vermerk im Kaufanbot schützt Sie vor einer Kostenübernahme

Wer den Notar oder Rechtsanwalt bei einem Grundstücksverkauf zu zahlen hat, basiert auf einer Übereinkunft zwischen den beiden beteiligten Parteien. Auch wenn grundsätzlich der Käufer diese Kosten trägt, so rate ich Ihnen dennoch dazu, die getroffene Vereinbarung schriftlich festzuhalten.

Beherzigen Sie deswegen meinen Tipp: Nur ein von einem Fachmann erstelltes Kaufanbot schützt Sie rechtswirksam vor der Übernahme der Rechtsanwalts- oder Notarkosten oder etwaigen Rechtsstreitigkeiten.

Sie haben noch Fragen zum Thema Kosten für Notar oder Rechtsanwalt beim Grundstücksverkauf? Oder aber Sie möchten ein rechtlich bindendes Kaufanbot von einem Experten erstellen lassen? Dann kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Wir sind zudem auch als Bauträger in Tirol tätig und suchen immer nach passenden Grundstücken für unsere Projekte. Wenn Sie Interesse daran haben Ihr Grundstück an uns abzugeben, dann vereinbaren Sie einfach einen Besichtigungstermin mit einem unserer Experten.

Sie erreichen uns per E-Mail (immobilien@arealita.at), per Telefon (+ 43 512 580 242) oder über unser Kontaktformular (hier klicken!).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Mag. Bernhard Großruck

© goodluz – stock.adobe.com

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