Der Hausverkauf steht an. Sie wollen sich die Maklerprovision von 3 Prozent sparen und verkaufen privat. Verkaufspreis? Hier in Tirol scheint das Motto „Hauptsache hoch” zu gelten. Und schon sind Sie in eine Falle getappt, die Sie viel Geld kostet.

Also lieber weniger als üblich verlangen? Nein, Sie wollen nicht unter Wert verkaufen. Mit einem seriösen Makler erzielen Sie in der Regel mindestens den Preis, der Ihnen für Ihr Haus zusteht. Zusätzlich sparen Sie sich viel Arbeitsaufwand und sind bei den Kaufangeboten und -verträgen rechtlich abgesichert.

Ein Hausverkauf mit Makler bringt mehr als ohne

Bei der derzeitigen Marktlage bedeuten bereits 10 Prozent Preisunterschied beim Hausverkauf einen „Verlust” oder „Gewinn” von 70.000 Euro. Verlangen Sie zu viel, haben Sie keine Interessenten und das Haus ist lange auf dem Markt.

Für Investoren oder andere Verhandlungspartner der Immobilienbranche ist das der ideale Zeitpunkt, den Preis dafür zu drücken. In diesem Fall verschenken Sie viel Geld.

Ein Immobilienmakler schließt eine spezielle Ausbildung ab und hat mehrere Jahre Berufserfahrung. Durch dieses Fachwissen kann der Makler einen Preis rechtssicher durchsetzen, den Sie ansonsten vielleicht nicht erzielen könnten. Was trotzdem viele von einem Verkauf mit Makler abschreckt, ist die Maklerprovision.

Weniger Provision ist möglich

Sie fragen sich vielleicht: „Wieso sollte ich 3 Prozent des Verkaufspreises abgeben, wenn ich mich selbst um den Verkauf kümmern kann?” Der übliche Anteil von 3 Prozent zzgl. 20 Prozent Umsatzsteuer ist kein gesetzlicher „Fixpreis”. Je nach Haus haben Sie da noch Verhandlungsspielraum.

Wie viel sind 3 Prozent plus 20 Prozent Umsatzsteuer überhaupt? Hier ein Rechenbeispiel: Sie haben eine Preisvorstellung von 700.000 Euro. Ihr Makler holt für Sie noch weitere 10 Prozent heraus. Daraus ergibt sich ein Gesamtpreis von 770.000 Euro.

Von diesem Preis bekommt der Makler 3 Prozent, also 23.100 Euro. Da er diese Einnahmen versteuern muss, verlangt er von den 23.100 Euro noch einmal 20 Prozent – das sind 4.620 Euro. Insgesamt erhält der Makler für seine Leistungen in diesem Fall 27.720 Euro. Für Sie ist das immer noch 42.280 Euro mehr, als wenn Sie in diesem Beispiel ohne Makler verkauft hätten.

Aufgrund der derzeitigen Marktsituation können Sie aber bei der Maklerprovision einen Vorteil für sich herausholen. Ein seriöser Makler kommt Ihnen bei einem guten Angebot bei der Provisionshöhe entgegen.

Aber Achtung: Sollte der Makler seine Dienste quasi gratis anbieten, sollten Sie seine Seriosität überprüfen. Ein schlechter Makler kostet zwar nicht viel, bringt Ihnen aber im Normalfall nichts. Gerade in Hinblick auf den juristischen Teil des Verkaufs, sind Sie mit der Unterstützung eines seriösen Maklers auf der sicheren Seite.

Wieso ist die rechtliche Absicherung beim Hausverkauf wichtig?

Wie gut kennen Sie sich mit der österreichischen Rechtslage beim Hausverkauf aus? Wissen Sie, worauf Sie bei der Erstellung eines Kaufanbotes achten sollten, damit Sie im Falle eines Vertragsbruches rechtlich abgesichert sind? Ein Makler erstellt das Kaufanbot so, dass die wichtigsten Vertragspunkte bereits in diesem Vorvertrag verankert sind.

So können Sie notfalls eine Klage gegen einzelne, unerfüllte Punkte erheben. Das lässt sich juristisch schneller durchsetzen als eine Klage des Kaufvertrags. Auch vor dessen Unterzeichnung prüft Ihr Immobilienmakler nochmals alle Klauseln, damit Sie in jedem Fall geschützt sind.

Für welche weiteren Leistungen wird der Makler bezahlt?

Bereits vor dem Verkaufsabschluss fallen für den Makler diverse Arbeiten und Kosten an, die mit der Maklerprovision im Erfolgsfall gedeckt werden. Beispielsweise müssen für den Verkauf Dokumente bei der Gemeinde eingeholt werden. Normalerweise ist das Gemeindebüro werktags von 8 bis 12 Uhr für Parteienverkehr besetzt: Wollen Sie sich jedes Mal frei nehmen?

Bei der Besorgung der Dokumente übernimmt der Makler anfallende Kosten: Beispielsweise bezahlt er Kopien des Grundbucheintrags. Weitere Ausgaben kommen durch das Drucken diverser Unterlagen oder das Schalten von Inseraten hinzu. Das sind pro online Plattform durchschnittlich 25 Euro für 14 Tage.

Einen weiteren Teil der Provision bezahlen Sie für den investierten Zeitaufwand. Denn: Ein Hausverkauf braucht viel Zeit. Zeit, die Sie neben Job und Familie oft nicht haben. Ihr Makler erstellt ein Exposé für die Interessenten. Zudem kümmert er sich um das Fotomaterial und bereitet die Verkaufsunterlagen für eine rechtssichere Abwicklung auf.

Auch während des Verkaufs investiert Ihr Makler Zeit, um Sie umfassend zu betreuen. Ihr Makler steht Ihnen auf Wunsch zur Besprechung des Kaufvertrags beim Rechtsanwalt oder Notar zur Seite. Er bringt die erforderlichen Unterlagen mit und klärt mit Ihnen offene Fragen.

Am Schluss übergibt der Immobilienmakler das Objekt und kümmert sich um die Dokumentation mit Fotos sowie einem Protokoll.

Ein kleiner Tipp: Zählerstände und Energieverbrauch sollten in den Unterlagen zur Abgrenzung der Betriebskosten bei der Hausverwaltung erfasst sein. Daher empfehlen wir Ihnen, den Monatsersten als Übergabetag zu vereinbaren. So wird das Verrechnen der Kosten für die Hausverwaltung einfacher.

Fazit: Makler sichert für Sie den Marktwert ab

Verkaufen Sie Ihr Haus für 700.000 Euro, muss der Käufer zusätzlich noch eine Maklerprovision von 25.200 Euro bezahlen (21.000 Euro zzgl. 20% Umsatzsteuer). Geld, das Sie natürlich lieber selbst bekommen würden. Doch an den oben angeführten Punkten können Sie erkennen, dass sich ein Makler beim Hausverkauf für Sie auszahlt.

Ein Makler bringt Ihnen folgende Vorteile:

  • höherer Verkaufspreis
  • juristische Absicherung
  • minimaler Arbeitsaufwand

Die 3 Prozent für die Maklerprovision sind also eine Investition, die sich schnell lohnt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Text erklären konnte, dass wir die Provision nicht aus Lust und Laune verrechnen oder fürs Nichtstun Geld verlangen.

Wenn Sie Ihr Haus trotzdem lieber ohne Makler verkaufen möchten, finden Sie in unserem Blog-Beitrag „Mit und ohne Makler: Wie Sie beim Hausverkauf kein Geld verschenken” (erscheint bis spätestens 30. November) eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Sollten Sie überlegen, einen Fachmann zurate zu ziehen, können Sie sich bei uns als Immobilienmakler in Tirol gerne ein unverbindliches Angebot einholen. Wenn Sie dieses überzeugt, können Sie sich bei einem kostenlosen Erstgespräch ein Bild von uns machen. Klicken Sie auf den violetten Button, um mit uns Kontakt aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Mag. Bernhard Großruck

Ich möchte ein unverbindliches Angebot einholen!

Foto: © JackF – stock.adobe.com

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